Erinnerungen

und der Fokus

 

Erinnerungen an eine Woche (Auszug):
  • Im Stau gestanden, zu spät gekommen und in Stress geraten
  • Kind angebrüllt und mich geschämt
  • Den Ärger aus dem Büro mitgenommen und mir und allen den Abend verdorben
  • Zu viel geredet und zu laut gelacht und mich geschämt
  • Mit Karin gezankt für nix (noch nicht wieder vertragen)
  • Geblitzt worden und mich geärgert (was muss ich mitten in Nacht 30 fahren, bitte?)
  • Hässlich getratscht und mich hinterher geschämt
  • Vom Zug gestanden, nicht mehr reinkommen und mich aufgeregt
  • Glas umgestoßen, Schweinerei gemacht und mich geärgert (wer hat das da wieder hingestellt)
  • Termin vergessen, zu spät gekommen und mich geschämt
  • Etwas ganz Einfaches falsch gemacht und vor allen blöd dagestanden
  • Von Günther vor allen runtergemacht worden
 
Was nicht mehr in meine Erinnerungskiste passte, aber auch passiert ist (ganz bitter):
  • An der Supermarktkasse vorgelassen worden
  • Lob vom Chef für die schnelle Erledigung dieser dringenden Sache
  • Mama hat mich erkannt (vielleicht zum letzten Mal)
  • Lieblingseissorte dieses Sommers gefunden
  • Kind gestürzt – nix passiert (nicht mal Beule)
  • Mit Silke telefoniert – seit Jahren endlich mal wieder
  • Mir den besten Espresso in Freiburg gegönnt
  • Gänsehautmoment im Gottesdienst (einen Hauch von IHM gespürt)
  • Spannendes Buch gelesen
  • Endlich den Pulli fertig gemacht
  • Vom Kind einfach so gedrückt worden („ich hab dich sooo lieb“)
  • Dieses Jahr richtig viele Kirschen geerntet
  • Beim Aufräumen das alte Lieblings-Shirt wieder gefunden
  • Der Mann hat ohne Grund Blumen mitgebracht (und richtig tolle!)
  • Mit Maya und Max Tränen gelacht (bis ich Seitenstechen hatte)

Vorrangige Aufgabe: den Fokus neu justieren!

 
 
 
 
 
 
 
 
Text: Andrea Ludwig
Bild: canva.com